Schrenschnittsiluette einer Skyline
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Die Sanierung...

...muss von Grund auf durchgeführt werden. Das Gesamtvolumen hierfür wird auf knapp 440.000 € veranschlagt, was für uns – auch langfristig – schwer zu bezahlen sein wird. So werden wir die nächsten Jahre damit beschäftigt sein, Zuschüsse zu beantragen, Gelder zurückzulegen, neue Finanzierungsquellen zu erschließen und den Sommerurlaub auf unserer Baustelle zu verbringen. Dass hierbei ein Kraftakt dem nächsten folgen wird, ist uns klar.

Im ersten Jahr nach dem Kauf ist schon viel passiert: Die Jahrzehnte alten Abwasser-Installationen und Sanitäranlagen, das Dach unseres Anbaus, das marode Heizungssystem sowie    morsche    Fachwerkschwellen    und -balken wurden umfangreich und fachgerecht saniert. Nach und nach wird die Elektrik gemacht. Dies alles muss und musste – um den barocken Stil des Hauses zu erhalten – mit den geeigneten Materialien und Methoden geschehen.

Der nächste Schritt sieht vor, das Dach komplett abzutragen und neu aufzubauen. Das bedeutet auch, dass für ca. zwei Monate die Hälfte der Räume wegfällt und die BewohnerInnen anderweitig untergebracht werden müssen. Dann geht es weiter: Der denkmalgeschützte Eingangsbereich und das Treppenhaus müssen fachmännisch renoviert werden. Die alten Fenster, die zum Teil noch barockes, mundgeblasenes Glas enthalten, müssen aufwändig restauriert und unter dem Aspekt der Energieeinsparung modernisiert werden.

Ganz zu schweigen von der Fassade, die einen neuen „alten“ Putz erhalten wird.

Die Sanierung geschieht ökologisch und unter Maßgabe des Denkmalschutzes. Bereits vorhandener Gebäudebestand wird genutzt und unseren Ansprüchen lediglich angepasst, der Charakter des Hauses bleibt dabei erhalten. Dazu zählt, dass es auch in der Zukunft keine Zerteilung des Assenlands in einzelne Wohneinheiten geben wird. Das ganze Haus wird weiterhin von allen genutzt werden.

Bei den Arbeiten greifen wir nach Möglichkeit auf kleine Betriebe, gerne auch aus dem Stadtteil, zurück. Auch der Bund Deutscher PfadfinderInnen e.V., mit dem wir eng verbunden sind und für den das Haus seit Jahren eine feste Adresse ist, unterstützt uns mit tatkräftiger Arbeit.

Durch Denkmalschutz-Auflagen sind uns bei allen baulichen Eingriffen enge Grenzen gesetzt, die Bürokratie (Bauanträge, feuer-polizeiliche Bestimmungen etc.) wird uns natürlich auch den einen oder anderen Nerv rauben und manchen Strich durch die Rechnung machen. So ist das schicke alte Haus mit fein herausgeputzten Fachwerk und Wintergarten bis auf weiteres kaum zu realisieren. Doch nichts ist unmöglich.

 
 
 
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